Saisonplanung ist online: Saison 2012 aktuelle Fotos gibts ==> hier
2. Platz zum Auftakt des RPBC !
Nicht zufrieden mit mir war ich heute bei Auftaktrennen zum Rothaus-Poisonbiks-Cup in Büchel. Gut, die Strecke, die praktisch keine Höhenmeter aufwies und der Temparatursturz ggü. dem Trainingslager waren für mich nicht optimal, doch hätte ich schon mehr von mir erwartet. Aber bereits nach dem Start merkte ich, dass die Beine in der Kälte nicht rund liefen. Ich versuchte das Beste aus der Situation zu machen und die Flucht nach vorn anzutreten; doch zwei Verfolger ließen sich bis zur letzten Runde nicht abschütteln. In einer letzten Attacke konnte ich zwar einen der beiden noch abhängen, wurde dann auf der Ziellinie aber knapp übersprintet. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Rennen wieder etwas besser drauf sein werde... (5.2.2012)
Zurück aus dem Trainingslager !
Ich bin gerade auf der Rückreise von Mallorca, wo wir 10 tolle Trainingstage bei fast immer strahlendem Sonnenschein hatten. Mit dem Rennrad schruppten wir viele Kilometer, um die Grundlagen für eine lange Saison zu legen. Gespannt bin ich natürlich auf denTemperaturunterschied, an eingen Tagen hatten wir auf Malle bereits über 20 Grad, während hier in Deutschland ordentlich gefroren wurde. Super war auch, dass ich diesmal bei den Elite und U23-Fahrern dabei sein durfte, da ich während des Juniorenlehrgangs im Februar meine Vor-Abi-Klauuren schreibe. Großer Dank dafür an die beiden beteiligten Bundestrainer, Frank Brückner und Speedy Schaupp. Am Wochenende werde ich die neue Form mal beim ersten Rennen des Poisonbike-Cups in Büchel testen. Hoffentlich friere ich da nicht irgendwo fest. Ansonsten hat aber jetzt erst einmal die Schule Vorrang. Bis zu meinem letzten Schultag am 30.3.2012 gebe ich da jetzt noch mal Fullgazzz, damit ich anschließend dann auf dem Rad voll durchstarten kann. (31.01.2012).
Bocholt 2; es läuft wieder rund !
Bei strahlendem Sonnenschein, aber bitterer Kälte, konnte ich heute endlich wieder Rennen fahren. Nachdem ich in der Vorwoche verletzungsbedingt noch pausieren musste, unterzog ich mein Knie einem ersten Belastungstest. In Bocholt, bei den Jungs vom RC77, standen mit mir über 90 Fahrer in der Junioren-, Elite- und Seniorenklasse am Start. Die Strecke war superschnell und so wurden 13 Runden aufgerufen. Die Besetzung des Rennens konnte sich wirklich sehen lassen: Mit Markus Schulte-Lünzum war der amtierende Deutsche Meister in der U23 am Start und auch die Bundesligaelitefahrer Sebastian Szcrauzner und Seppel Mordmüller, die in der Vorwoche um den Sieg gefightet hatten, waren wieder dabei. So war eigentlich schon vor dem Start klar, dass es heute ein harter Fight werden würde. Gleich nach dem Start zogen Markus und Sebastian S. ab wie die Feuerwehr und nach einer Runde war klar, dass ich da heute nicht mithalten kann. Da auch Seppel Mordmüller den beiden nicht folgen konnte, fuhren wir gemeinsam ein taktisches Rennen, mit dem wir uns die weiteren Verfolger vom Hals hielten. Bis zur letzten Runde gemeinsam unterwegs, hatte Seppel die größeren Reserven und gewann den Kampf um Platz 3 in der Gesamtwertung. In der Juniorenklasse war ich mit einigem Abstand Erster. Schade, dass ich beim Finale nicht dabei sein kann, da es für mich schon am nächsten Samstag nach Mallorca geht. Vom 21. - 31.1.2012 werde ich das erste Grundlagentrainingslager in diesem Jahr bestreiten, bevor ich mich dann in die Schlussetappe meiner Schullaufbahn stürze. Ich freue mich schon auf hoffentlich sonniges Wetter und das Wiedersehen mit vielen Freunden. (15.1.2012)
Bocholt 1 leider ohne mich !
Eins meiner Lieblingsrennen ist im Winter immer die Winterrennserie des RC 77 Bocholt. Es schien auch schon alles klar für einen Start und ein Weidersehen mit den Jungs aus dem Landeskader NRW. Leider kam mit ein Motorradunfall dazwischen... Auf regennasser Fahrbahn weggerutscht und zack, war das linke Knie dick. Zum Glück "nur" einige Blutergüsse, aber vorläufig erstmal kein Training. Am Dienstag geht´s wieder zum Doc, der mir hoffentlich grünes Licht für´s Training geben kann. Drückt mir die Daumen ! (8.1.2012)
3. Platz bei der Cross-LVM !
Eigentlich wollte ich bei der LVM Cross in Rheine das Juniorenrennen nur als Trainingseinheit fahren... als ich aber dann am Start stand, merkte ich schnell, dass Rennen nun mal Rennen bleibt und so ging ich von Anfang an voll mit. Leider erwischte ich keinen allzu guten Start und eine 5er Gruppe war so schon mal weg. Mit einem Zwischensprint gelang es mir aufzuschließen, doch ich kam gerade in den crosstypischen Laufpassagen nicht so gut zurecht. Immer wieder musste ich kleine Löcher zufahren und als vorne die Post abging, wurde ich auch noch durch einige Überrundungen aufgehalten. Trotzdem hatte ich Platz 2 bis zur Schlußrunde immer noch im Blick, konnte aber den Abstand nicht mehr entscheiden verringern, so dass ich wie im Vorjahr auf Platz 3 landete. (28.11.2011)
Wahl zum Sportler des Jahres der Stadt Essen ! 3. Platz bei der Wahl zum Newcomer des Jahres ! Danke an alle, die für mich gevotet haben !
Jedes Jahr veranstaltet der Essener Sportbund eine große Gala, bei der die Sportler des Jahres in unserer schönen Heimatstadt ausgezeichnet werden. Überraschend wurde ich in der Kategorie "Newcomer 2011" nominiert. Bei dieser Wahl, die im Rahmen der Stadtwerke-night-of-sports in der Messe Essen stattfand, erreichte ich den 3. Platz. Gewonnen hat verdient die Kanutin Anabell Bösing von der KG Essen, die im letzten Jahr neben einem Deutschen Meistertitel auch bei den Olympic Hope Games erfolgreich war. Für mich war es schon eine besondere Auszeichnung in die Endausscheidung gekommen zu sein und bei der Gala dabei sein zu dürfen. (23.11.2011)
MTB-Bundesligafinale in Bad Salzdetfurth ! Platz 4. in der Tages- und Platz 5 in der Gesamtwertung
Die Zeit verging wie im Flug... Das letzte Rennen der MTB-Bundesliga in Bad Salzdetfurth und damit meine Saison 2011 sind Geschichte. Irgendwie war ich doch froh, dass jetzt etwas Ruhe einkehrt. Die letzte Woche seit dem Sieg in Grafschaft hatte ich mich darauf konzentriert, meine Erkältung los zu werden, keine wirklich optimale Vorbereitung. Als ich dann aber in der Startaufstellung stand, auf einer der schönsten Strecken in Deutschland, war mein Kampfgeist doch wieder geweckt. Mit 60 Junioren hämmerten wir den Startanstieg auf Kopfsteinpflaster hoch und schon kurz danach war klar, dass heute wieder ein superhartes Rennen werden würde. Der deutsche Meister Christian Pfäffle setzte sich direkt an die Spitze, 4 andere Fahrer und ich kurz dahinter. Wir versuchten, den Anschluss an Christian nicht zu verlieren, doch er hatte heute wieder die besten Beine. In den nächsten Runden gelang es uns dann zu dritt, einen starken Norweger abzuhängen, der Kampf um Platz 2 war damit aber noch lange nicht entschieden. Christopher Platt, Simon Schilli oder ich. In der vorletzten Runde wollte ich den Kampf entscheiden, doch den kleinen Vorsprung, den ich im Anstieg herausfahren konnte, fuhren die beiden in der flachen Alstadtpassage wieder zu. So gingen wir wieder Rad an Rad in die letzte Runde. Mit rasendem Puls jagten wir den Steilanstieg mit über 100 Höhenmeter zum 5. Mal hoch und kurz vor der Kuppe gingen mir kurz die "Lichter aus". Wenige Sekunden Vorsprung nahmen Christopher und Simon mit in die Abfahrt, ich wollte die Lücke unbedingt schließen und riskierte alles. Leider aber etwas zu viel. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit im Downhill und ich lag im Staub. Zwar nichts passiert, aber jetzt war sicher, dass ich nicht mehr an Platz 3 herankomme, sofern nicht noch ein Wunder geschieht. Dies war leider nicht der Fall und so blieb ich ruhig, genoss die Zieleinfahrt im letzten wichtigen Saisonrennen und war einerseits enttäuscht, Platz 2 oder 3 verpasst zu haben, anderseits aber auch stolz in der Gesamtwertung noch der beste Fahrer des jüngeren Jahrgangs geworden zu sein. Damit geht eine tolle Saison mit vielen unerwarteten Ergebnissen zu Ende. Den Rückblick gibt´s in der nächsten Zeit auch an dieser Stelle; bis dahin findet Ihr hier ->>> die Fotos aus Bad Salzdetfurth. Ich danke Euch allen für die Unterstützung, die Ihr mir in vielen Mails geschickt habt und freue mich schon auf eine genauso tolle Saison 2012 (25.09.2011)
Endlich wieder NRW-Cup Sieger ! Tages- und Gesamtsieg beim Finale in Grafschaft
Mein letzter Sieg in der Gesamtwertung des NRW-Cups ist schon ewig her. In der U13 konnte ich zuletzt die Gesamtwertung gewinnen. In den folgenden Jahren kamen mir dann Verletzungen, Terminüberschneidungen und natürlich auch stärkere Gegner dazwischen. Auch in diesem Jahr war es ein enger Fight zwischen Malte Finke (Team Berg) und mir. Die Ausgangslage vor dem Rennen war klar: Wer heute gewinnt, gewinnt auch die Gesamtwertung, also ganz einfach... Eher unpassend dazu spüre ich seit gestern eine leichte Erkältung und so war ich doch etwas unsicher, ob ich heute Fullgazzz gehen konnte. Zu allem Überfluss war es dann auch noch saukalt und begann kurz vor dem Start zu regnen. Nach dem Startschuß schoss Malte sofort nach vorne, das Führungstrikot, das er seit dem letzten Rennen in Remscheid trug, schien doch Flügel zu verleihen. Ich hielt im ersten Anstieg dagegen und war froh, dass ich keine Auswirkungen der Erkältung zu spüren schien. Mit leichtem Vorsprung fuhr ich in den Downhill und in die anschließende Flachpassage, in der Malte wieder heranfahren konnte. Angesichts 5 zu fahrender Runden wollte ich am Anfang nicht überziehen und hielt mich bis zum nächsten Anstieg zurück; dort zog ich erneut durch und konnte wieder eine kleine Lücke reissen. Mit 15 Sekunden Vorsprung in die zweite Runde, in der ich aber schon merkte, dass es heute nicht so richtig vorwärts geht. Ich beschloss, meinen Vorsprung zu sichern und dosierte in den folgenden Runden das Tempo etwas, um nicht am Ende noch "einzugehen". Mit knapp einer Minute Vorsprung ging ich in die letzte Runde und fuhr schließlich erleichert auf der Zielgeraden als Erster ein. Ich danke allen Veranstaltern, die uns dieses Jahr wieder eine tolle Rennserie geboten haben und freue mich schon auf 2012. Gerade wenn man wie ich ansonsten immer viele hundert Kilometer zu den anderen Rennen fahren muss, ist man froh und dankbar, dass es auch tollen Sport direkt vor der Haustür gibt. FOTOS gibts HIER -Danke an WSL und LH dafür !!!- (18.09.2011)
MTB-Bundesliga in Heubach Platz 5 und bester Deutscher !
Ein ereignisreiches Wochenende jagt das nächste. Kaum dass die WM vorbei ist, waren schon wieder fast alle europäischen Top-Junioren in Heubach beim dritten von vier Läufen zur internationalen MTB-Bundesliga am Start. Und so kämpften wir Deutschen gegen die Meister aus der Schweiz, Belgien, Italien und Österreich sowie gegen weitere Spitzenfahrer aus insgesamt 8 Nationen.
Der Veranstalter in Heubach meinte es dabei gut mit uns und wollte es uns wohl ermöglichen, nach dem Rennen am frühen Sonntagmorgen noch in den Gottesdienst zu gehen. Anders ist die Startzeit morgens um 8.00 Uhr nicht zu erklären. Dies führte auch dazu, dass wir unser Rennen praktisch unter Ausschluß der Öffentlichkeit (läßt man mal die Betreuer und Angehörigen der Fahrer außer Acht) austragen mussten. Eigentlich schade, denn gerade eine so spektakuläre Strecke wie in Heubach macht mit vielen Zuschauern noch einmal so viel Spaß.
Für mich bedeutet die frühe Startzeit in erster Linie Frühstück um 5.00 Uhr im Dunkeln, Warmfahren ab 7.00 Uhr während die Sonne aufgeht und Zieleinlauf rechtzeitig zum Glockenläuten der Kirche (s.o.). Im Rennen selbst schienen auch noch nicht alle wach zu sein... Bereits in der Kurve ausgangs der Startgeraden krachte es an der Spitze des Feldes. Christian Pfäffle, der deutsche Meister, war auf einem schmalen feuchten Streifen ins Rutschen geraten und sorgte so für die erste Aufregung. Ich selbst war von Platz 17 ins Rennen gegangen und hatte mich zum Glück für eine andere Fahrlinie entschieden, so dass ich bereits eingangs des Steilanstiegs vorne mit dabei war. Ein erhebendes Gefühl: Um mich herum nur nationale Meister (Jens Schuermans, Belgien / Dominik Zumstein, Schweiz / Matteo Olivotto, Italien dazu der Sohn des mehrfachen Weltmeisters Andri Frischknecht, Schweiz, der das Rennen später auch gewinnen sollte); so gaben wir an der Spitze das Tempo vor. Auch in der zweiten von vier zu fahrenden Runden war ich auf Platz 4 noch gut dabei, die Beine liefen rund, den schweren Downhill fuhr ich ohne großes Risiko, da er aufgrund der Regenfälle in den Vortagen noch sehr rutschig war. In der dritten Runde musste ich dann die vorderen drei fahren lassen, hatte aber immer noch ein gutes Gefühl. Ich wollte auf jeden Fall mit aufs Podium der Siegerehrung, denn bei den Rennen der Bundesliga werden immer die ersten Fünf geehrt. So sparte ich mir noch ein paar Körner auf, doch einen Moment der Unachtsamkeit nutzte der italienische Meister in der Schlussrunde, um kurz vor dem Downhill mit einem mächtigen Sprint an mir vorbei zu gehen. Da war ich wohl doch noch nicht ganz wach gewesen... Zwar war ich bergab erkennbar schneller als Matteo, doch eine risikolose Überholmöglichkeit gab es nicht. So machte ich zwar von hinten Druck, ohne allzu viel zu riskieren. Der Italiener hielt dem Druck stand und so kam ich kurz nach ihm auf Platz 5 als bester Deutscher am heutigen Tage ins Ziel. Mit dieser Platzierung bin ich top-zufrieden und nehme noch mehr Selbstvertrauen in die letzten beiden Saisonrennen mit. Am nächsten Wochenende geht es erst einmal zum Finale des NRW-Cups in Grafschaft, bevor ein Woche später das Finale der MTB-Bundesliga auf dem Programm steht. FOTOS aus ---------> HEUBACH (11.09.2011)
Weltmeisterschaft in Champery Höllenritt nach vorne bis auf Platz 17 !
So viel vorneweg; vergesst alles, was Ihr über MTB-Strecken bislang wusstet; Champery in der Schweiz schlägt alles. Nicht umsonst heißt ein Teil der Strecke Hell Zone (Höllenzone). Doch der Reihe nach. Eine Woche hatten wir Junioren Zeit, uns auf unseren Saisonhöhepunkt vorzubereiten. Bundestrainer Peter (Speedy) Schaupp hatte uns in ein schönes Hotel ca. 25 km von Champery einquartiert und ließ nichts unversucht, aus uns allen das Beste herauszuholen.Tägliches Streckentraining, Videoanalysen, Physiotherapie und Top-Pflege für unser Material, alles stand uns zur Verfügung. Allen Beteiligten und dem BDR an dieser Stelle schon mal ein großer Dank dafür. Bereits nach der ersten Streckenbesichtigung war uns allen klar, dass das Rennen kein Spaziergang werden würde. Die Runde ging fast ausschließlich über technisch schwer zu fahrende, verblockte Trails. Einzig eine lange Asphaltgerade in der Anfahrt zur Hell Zone ließ kurzzeitig Möglichkeiten sich im Windschatten zu erholen. Die Einfahrt in die Hell Zone bildete ein ca. 400 Meter langer Steilanstieg, der nur mit höchster Konzentration zu fahren war, anschließend sofort in eine Wurzelabfahrt, die als Highlight einen für die Zuschauer spektakulären Drop von rd. 2,50 Meter aufwies. Für mich zwar kein Problem, dennoch war höchste Konzentration in jeder Runde gefordert. Wer hier stürzt, fährt vermutlich nicht weiter... Zwar gab es auch einen "Chicken Way", doch der kostete so viel Zeit, dass er keine echte Alternative war. Was danach folgte war ein Labyrinth aus engen Kurven, vielen Wurzeln, kurzen steilen Anstiegen und Abfahrten; alles so angelegt, dass Du an jeder Stelle durch einen Fahrfehler alle Chancen einbüßen konntest. Vorbei an der Feedzone sah man dann den "Hammer"; ein Schotteranstieg über rd. einen Kilometer, der immer steiler wurde und am Ende eine 180 Grad-Kehre aufwies, die uns in den Downhill der WM brachte. Fast parallel zum Anstieg ging es über dicke Steine, dicke Wurzeln und unfassbar enge, gleichzeitig aber schnelle Kurvenkombinationen bis ins Ziel, wo Tribünen für tausende Zuschauer aufgebaut waren. Nach der ersten Trainingsrunde war ich schwer beeindruckt. Die folgenden Tage verbrachten wir damit, uns jede Kurve einzuprägen und alle Schlüsselstellen immer und immer wieder abzufahren. Ich hatte ein gutes Gefühl und auch die Tatsache, dass wir inkl. Startloop fünf Runden auf dieser knüppelharten Strecke zu fahren hatten, schockte mich nicht. Ich merkte, dass ich nahe an meiner Top-Form war, also alles o.k.
Am Vorabend des Rennens gab der Bundestrainer dann die Startaufstellung bekannt; wenig überraschend fand ich mich auf Platz 84 von knapp 100 Startern wieder, doch erneut ging es nach dem Stand in der Junioren-Weltrangliste und da habe ich eben noch viele andere vor mir. Für mich hieß die Taktik also -wie schon so oft in der Saison-: FULLGAZZ in der Startloop und dann sehen, ob es noch etwas nach vorne geht. Wie sagte doch schon der Jugend-Bundestrainer, Thomas Freienstein ? Lieber vorne sterben, als hinten nichts erben...
Der Renntag war dann unvorstellbar lang... Unser Start war erst um 15.00 Uhr. Wir schliefen also erst einmal aus, bevor wir uns auf den Weg zur Strecke machten. Zum Glück meinte Petrus es gut mit uns, es war trocken, mit 17 Grad nicht zu warm, also perfekte Bedingungen. 14.45 Uhr rollten wir zum Start und um kurz vor 15.00 Uhr reihte ich mich dann in die vorletzte Startreihe ein. Wie sollte ich hier nur nach vorne kommen ? Die besten 100 Junioren-MTB-Sportler stehen am Start, da wird wohl keiner freiwillig Platz machen. Meine Gedanken wurden jäh unterbrochen, der Startschuss fiel und wie in Trance setzte ich meinen Plan um. Mit über 40 km/h jagten wir die Startloop entlang und jede sich bietende Lücke nutzte ich. Ich merkte, dass es gut lief und als wir das erste Mal in den Steilanstieg gingen, drückte ich die Kurbel so fest durch wie nur möglich. Weitere Fahrer konnte ich hinter mir lassen, allerdings war die Gruppe vorne, die ca. 15 Fahrer umfasste, bereits 40 - 50 Meter weg. Sie hatten eben freie Fahrt, während es bei uns im Feld immer wieder stockte und staute. So musste ich auch bei der Einfahrt in den Ziel-Downhill erst einmal warten und mich anstellen. Trotzdem war es mir gelungen von ganz hinten bereits auf Platz 30 nach der Startrunde vorzufahren. Teil 1 der Taktik war also aufgegangen, doch wie lange würden meine Beine diesen Höllenritt mitmachen ?
Ich entschloss mich, in den nächsten beiden Runde etwas mehr piano zu fahren, nutzte Windschattenmöglichkeiten und überholte nur, wenn es wirklich ohne großen Aufwand ging. Über Platz 25 verbesserte ich mich auf Platz 23 in Runde drei. Mein Bergamont-Platoon lief einwandfrei, die Versorgung in der Feedzone klappte perfekt und dann kam auch noch Martin Frey von hinten. Mit ihm hatte ich bereits bei der EM perfekt harmoniert. Gemeinsam schafften wir es zur Gruppe um Platz 16 vorzufahren. Mit insgesamt 6 weiteren Fahrern ging es auf Platz 20 in die Letzte Runde. Ich wollte unbedingt die Top 20 erreichen, daher setzte ich noch einmal alle Reserven ein , um im letzten Anstieg die Gruppe zu sprengen. Und tatsächlich gemeinsam mit Martin kam ich oben an und wir hämmerten ein letztes Mal den Downhill hinab. Leider hatte ich bei meiner Attacke doch etwas überzogen und so fehlte mir wohl die Konzentration, um die Abfahrt fehlerfrei zu fahren. Eine Wurzel wurde mir zum Verhängnis und ich musste kurzzeitig vom Rad. Sicherheitshalber lief ich den schweren Abschnitt im Downhill, so dass Martin an mir vorbeifahren konnte. "Nicht schlimm," dachte ich. "Wenn mich noch jemand in der letzten Runde überholt, dann wenigstens ein Teamkollege und Freund; er hat´s nach einer eher durchwachsenen Saison verdient." Doch da traf es Martin ebenfalls und noch viel schlimmer als mich. Er stürzte und ich sah noch aus den Augenwinkeln, dass sein Rad so schwer beschädigt war, das er nicht mehr fahren konnte, sondern die letzten 600 Meter bis ins Ziel laufen musste. Ich schrie mich noch einmal innerlich an, um die Konzentration wiederzufinden und so gelang es mir, alle anderen Fahrer aus unserer Gruppe auf Distanz zu halten. Und dann war er da, der Moment, auf den ich seit Jahren hingearbeitet hatte. Tausende Zuschauer jubelten mir zu, als ich als 17. und gleichzeitig zweitbester Deutscher Junior ins Ziel fuhr. Gänsehaut und eine Menge Stolz, das waren die Gefühle die ich hatte. Kurz nach mir kam dann auch Martin, der mit großem Kampf noch Platz 26 ins Ziel gerettet hatte, an.
Hätte mir jemand Anfang der Saison gesagt, dass ich in diesem Jahr zu den besten 17 MTB-Junioren-Fahrer der Welt gehöre, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Und jetzt habe ich das geschafft. Ein unvorstellbares Gefühl. Mein Dank gilt allen, die mich dabei unterstützt haben, besonderes dem Team Bergamont für die tolle Unterstützung, die ich nunmehr seit fast 10 Jahren erhalte. Ich bin froh, dass ich mit diesem Erfolg für die Unterstützung Danke sagen kann. Am Abend des Renntages gab es dann noch eine Riesenfete mit den Schweizer Junioren. Über diese Abläufe hüllen wir aber besser den Mantel des Schweigens. FOTOS ->>> CHAMPERY (03.09.2011)
Auf zur Weltmeisterschaft !
Jetzt ist es offiziell; aufgrund meiner bisherigen Saisonleistungen darf ich auch bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Champery (CH) starten. Das Rennen findet am Donnerstag, dem 1.9.2011 statt, wir werden in der Nacht zum kommenden Samstag schon anreisen, damit ich ausreichend Vorbereitungszeit auf der technisch hoch anspruchsvollen Strecke habe. Meine Ziele sind klar: "Spaß haben, genießen und Erfahrung sammeln". Wie schon bei der Europameisterschaft verspüre ich als jüngerer Jahrgang keinen Druck. Ich freue mich auf tolle Tage im Kreise der Nationalmannschaft in der Schweiz und bin sehr stolz darauf, es -neben Martin Frey- überhaupt geschafft zu haben, im ersten Juniorenjahr bereits dabei zu sein. Hier noch ein weiterer VORBERICHT VON MEINEM TEAM BERGAMONT. (22.08.2011)
1 Woche Nove Mesto zur WM-Vorbereitung
Hier noch der versprochene Bericht aus dem WM-Vorbereitungslehrgang in Nove-Mesto: Jeden Tag ein anderer Kracher.... Nachdem wir sonntags abends nach langer Fahrt unser Hotel in Nove Mesto (Tschechien) erreicht hatten (es war zum Glück schon dunkel), zeigte sich unsere neue vorübergehende Heimstatt erst am nächsten Morgen in ihrer "ganzen Pracht". Unser Hotel war "funktional" und auch das Wetter, das uns in Dohnany noch Hitze pur beschertet, eher durchwachsen. Wir absolvierten in den nächsten Tagen viel Training auf der schönen Strecke, wobei für Severin Lehmann und mich schon klar war, dass wir beide im Weltcup nicht starten würden, da es nur 6 Startplätze gibt. Wir sollten stattdessen am Eliminator-Sprint am Freitag teilnehmen, was uns ein Rennen mit Live-Übertragung im Fernsehen und gegen alle Pros der Weltelite beschert hätte. Die Trainingseinheiten bis dahin waren geprägt von tierischen Begegnungen: Am Mittwoch meinte eine große deutsche Dogge mich auf dem Rad verfolgen zu müssen, zum Glück konnte ich Gas geben und es blieb bei einem freundschaftlichen "Zwicker" in die Wade. Offenbar wollte sie nur spielen, auch wenn ich mir nicht sicher war, dass sie in mir nicht doch ein reichhaltiges Abendessen sah. Donnerstag erwischte ich im Downhill dann mit voller Fahrt eine Wespe, die durch den Aufprall geschockt, ihren Stachel in meinem Nacken zurückließ. Anschließend haute es mich dann nochmal hin, so dass ich zwar vom Wespenstich nicht mehr so viel spürte, dafür aber ein schönes Stück Draht in der Hand stecken hatte und da ich den Aufprall mit dem Kinn abgefedert hatte, eine kleine Platzwunde davontrug. Am Freitag dann der große Tag, der keiner wurde. Leider hatten die Veranstalter beschlossen, nur Fahrer am Sprint teilnehmen zu lassen, die auch Weltcup fuhren. Also war es nichts mit dem Superevent. Stattdessen fuhren Severin und ich dann am nächsten Morgen beim parallel stattfindenden Marathon auf der Kurzstrecke über 42 km mit. Gemeinsam mit 4 tschechischen Fahrern und dem deutschen Meister der Senioren I, Lutz Baumgärtel, setzten wir uns sofort vom Rest des rd. 800 Fahrer starken Feldes ab und drückten insbesondere in den technischen Passagen immer wieder ordentlich aufs Tempo. Zum Schluss entwickelte sich ein Ausscheidungsfahren, das erst am letzten Berg entschieden wurde. Nachdem Lutz ca. 4 km vor dem Ziel attackierte, verloren die anderen Fahrer der Gruppe den Kontakt zu uns beiden. Es lief also auf einen Sprint zwischen uns hinaus, als wir hinter eine Kurve die "Zielgerade" sahen. Ein Steilanstieg mit knapp 100 Höhenmeter lag vor uns und dort konnte ich meine Stärken perfekt einsetzen. Mit kraftvollen Antritten kam ich schließlich von Lutz weg und gewann mit rd. 10 Sekunden Vorsprung die Gesamtwertung. Gewundert habe ich mich allerdings, als nach der Zieldurchfahrt der Name "Severin Lehmann" auftauchte. Da hatten die freundlichen Helfer bei der Startnummernausgabe wohl unsere Transponder vertauscht... Da rund um uns herum nur Leute waren, die kein Deutsch oder Englisch sprachen, gestaltete sich auch die Korrektur des Ergebnisses schwierig. Letztlich gaben Severin, der als 5. ins Ziel gekommen war, und ich auf. Und so feierte ich also einen Inkognito-Sieg mit dem nach der harten Trainingswoche nicht unbedingt zu rechnen war. (21.08.2011)
Wieder zuhause !
Heute werde ich nach 3 Wochen endlich wieder heimischen Boden betreten; 18.20 Uhr landet mein Flieger in Düsseldorf und ich freue mich riesig auf daheim. Nicht dass es in den vergangen Wochen nicht tolle Erg(l)ebnisse gegeben hätte, aber zuhause ist´s halt doch am schönsten. In der letzten Woche waren wir noch mit dem Nationalkader in Nove Mesto (Tschechien), wo der Bundestrainer uns in einem weiteren Lehrgang für die restliche Saison fitgemacht hat und einige von uns auch noch Weltcup fahren konnten. Der genaue Wochenbericht folgt noch, vorab aber schon mal so viel, es gab einige unheimliche und schmerzhafte Begnungen mit Tieren, eine Schlammpackung und einen Inkognito-Sieg. Bald mehr... (15.08.2011)
Platz 15 bei der EM !
Die EM ist vorbei und wir befinden uns schon auf dem Weg nach Tschechien, wo wir in Nove Mesto vor dem Weltcup am nächsten Wochenende noch einen Lehrgang mit Bundestrainer Speedy Schaupp absolvieren. Ich kann das alles noch immer nicht richtig fassen. Von Startplatz 61 am Ende auf Platz 15 gelandet; besser konnte es nicht laufen. Doch der Reihe nach: Es war am Mittag noch brütend heiß in Dohnany in der Slowakei, zum Glück zogen ein paar Wolken auf, als wir um 17.00 Uhr an den Start rollten, die zwar keinen Regen, aber dafür etwas Schatten brachten. 82 weitere Starter standen mit mir in 10 Reihen am Start, Startposition 61 in der drittletzten Reihe, da war schon klar, dass ich viel überholen muss, wenn ich nach vorne kommen wollte. Die Startloop war nur kurz und ehe wir uns versahen, ging es schon das erste Mal in den knüppelharten Steilanstieg, in dem es eigentlich nur eine Fahrlinie gab. Ich gab sofort Vollgas, störte mich nicht an der Fahrlinie und konnte mich noch in der ersten Runde auf Platz 29 vorfahren. Dabei war ich überrascht, dass die Beine sich trotzdem noch gut anfühlten und so drehte ich weiter am Gashahn; Platz 23 wurde nach der zweiten von fünf Runden notiert und was noch wichtiger war, ich hatte eine Gruppe mit meinen Teamkameraden Louis Wolf und Martin Frey gefunden. Wir drei harmonierten in den Runden 3 und 4 super und konnten einige weitere Fahrer einholen. In die letzte Runde ging ich als 17. mit Martin direkt an meinem Hinterrad. So konnten wir auch in der letzten Runde gemeinsam noch Vollgas geben. Am Steilanstieg rief mir der Bundestrainer dann zu, dass Platz 15 nur wenige Sekunden vor mir in Reichweite ist. "Platz 15 bei der EM," schoss es mir durch den Kopf, "wenn Du das packst...". Ich gab alles und so gelang es mir tatsächlich, die vor mir fahrenden Russen noch einzuholen. Kurz vor dem Ziel in einer technischen Passage landete ich dann den entscheiden Antritt, der mich mit einer Sekunde vor auf Platz 15 brachte. Insgesamt zweitbester Deutscher und viertbester Fahrer des Jahrgangs in Europa. Ich war überglücklich und gleichzeitig total fertig. Besonders freute es mich, dass meine beiden Mitstreiter Martin und Louis auch noch in die Top 20 gekommen sind, so dass insgesamt 4 Deutsche dort platziert waren. Eine tolle Mannschaftsleistung, aus der Christian Pfäffle mit seinem 7. Platz noch einmal herausragte. Echt ein geiles Ding, das wir dort abgezogen haben. Weiterer Bericht hier: Bericht. Und auch noch Danke für die zahlreichen Glückwünsche, die mich erreicht haben !!! Fotos aus Dohnany.(05.08.2011)
Sieg beim 2-Stunden-Team-Rennen !
Gemeinsam mit Martin Frey (Team Ghost), der wie ich der deutschen Junioren-Nationalmannschaft angehört, bereite ich mich derzeit im schönen Schwabenländle auf die Europameisterschaft vor. Als intensives Intervall-Training haben wir heute noch das Sauheld-2-h-Rennen für Zweier-Teams in Mehrstetten (Link zu INFOS) bestritten. Auf einem vom Regen aufgeweichten schlammigen Parcours hieß es immer eine Runde = rd. 8 Minuten Vollgas zu fahren, dann Wechsel auf den Teamkameraden, 8 Minuten Pause und wieder 8 Minuten Vollgas, usw... Insgesamt 115 Team waren am Start, so dass es auf der Strecke sehr voll war. Unsere Taktik beruhte neben den rundenweisen Wechseln vor allem darauf, am Start sofort weit vorne zu sein, da es bei so vielen Teilnehmern auf der Strecke erfahrungsgemäß zu Beginn immer zu Staus kommt, die unter Umständen rennentscheidend sein können. Zum Glück gelang es uns sofort, gemeinsam mit einem weiteren Team an die Spitze des Feldes zu gehen. Mit kontinuierlich schnellen Rundenzeiten waren wir im weiteren Verlauf vorne dabei und fuhren dann sogar einen kleinen Vorsprung vor den Zweitplatzierten heraus. Als dieses Team aufgrund eines Missverständnisses einen Wechsel verpasste, wuchs unser Vorsprung sogar noch weiter an. Bis zur Zieldurchfahrt ließen wir uns die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewannen die Gesamtwertung aller Teams. Mein großer Dank geht an Martin, mit dem ich heute ein so tolles Team bilden durfte, und an seine Eltern, die mich derzeit bei sich aufgenommen haben. Vielen Dank, dass Ihr uns an den Start gebracht und so super unterstützt habt. Martin und ich sind auf jeden Fall topfit für die EM und werden Dohnanyi auf jeden Fall rocken. (29.07.2011).
Countdown bis zur Europameisterschaft läuft
So langsam wird es ernst. Noch 10 Tage bis zum Junioren-Rennen um den Titel des Europameisters. Alle Einzelheiten zu dem Event findet Ihr hier: EURO2011. Ich werde zur Vorbereitung noch ein 2h-Stunden-ZweierTeam-Rennen am nächsten Samstag absolvieren, bevor wir dann mit der Nationalmannschaft des BDR nach Dohnanyi (SVK) reisen. Am Donnerstag, den 4.8., findet dann das Staffelrennen statt. Hier werde ich nicht dabei sein und kann mich daher voll auf das CC-Rennen am Freitag, den 5.8.2011 um 17.00 Uhr konzentrieren. Die Strecke ist fahrtechnisch anspruchsvoll und soll super zu fahren sein. Ich bin gespannt und kann´s kaum erwarten, dass es losgeht. (26.07.2011)
Der nächste Sieg im Matsch von Wetter/Ruhr !
Zu unserem Heimrennen (Anreise nur 25 km) des NRW-Cup in Wetter/Ruhr hatte Petrus sich eine besondere Schwierigkeit ausgedacht. Quasi über Nacht wechselte die Strecke ihren Charakter. Gestern noch trocken, staubig und superschnell, präsentierte sich der Parcours heute nach nächtlichen Regenfällen, schlammig, rutschig und auch berghoch fahrtechnisch anspruchsvoll. Genauso wie ich mir die Strecke wünsche. Im Rennen der Junioren war die Geschichte schnell erzählt, bereits nach einer Runde (von fünf) hatte ich einen großen Vorsprung vor dem späteren Zweiten, Malte Finke, und war an einer Vielzahl der zwei bzw. vier Minuten vor uns gestarteten U23 und Elitefahrer heran- bzw. vorbeigefahren. Trotz der harten Trainingswoche, die ich hinter mir habe, lief es auch in den folgenden Runden wirklich super. mit kontinuierlich hohem Tempo bergauf und bergab gelang es mir in der vorletzten Runde dann an den führenden U23-Fahrern vorbeizufahren, die allerdings auch noch zwei Runden mehr als wir Junioren fahren mussten. Am Ende stand ein ungefährdeter Sieg und die Erkenntnis, dass die Vorbereitung auf die Europameisterschaft weiter gut voran geht. FOTOS --->>HIER (17.7.2011)
Sieg in Pracht !
Pracht liegt im tiefen Westerwald und hat eine der schönsten Strecken im Rheinland-MTB-Cup. In diesem Jahr kamen nicht nur die Fahrer aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen, die sonst typischerweise das Fahrerfeld stellen, in den Genuss der tollen Strecke. Da die SG Niederhausen erstmals einen Lauf der BDR-Nachwuchs-Bundesliga ausrichtete, waren alle Landesverbände aus Deutschland mit ihren Topfahrern vertreten. Für mich hieß das zunächst mal entspannte Vorbereitung, denn die Nachwuchs-Bundesliga-Rennen finden nur in den Altersklassen U15/U17 statt. Und so feuerte ich unsere Fahrer vom Landeskader NRW am Samstag beim Trial und Slalom und am Sonntag im CC-Rennen an, bevor es dann am späten Sonntag Nachmittag für mich selbst an den Start ging. Da ich mich ja gerade in der Vorbereitung zur EM befinde, hatte ich in den Vortagen noch einige lange Grundlageneinheiten trainiert und wusste nicht, wie sich das auf meine Spritzigkeit auswirken würde. Als der Veranstalter dann entschied, uns Juniorenfahrer gemeinsam mit der Elite und der U23 auf die Strecke zu schicken, beschloss ich, den ultimativen Spritzigkeitstest zu machen. Da wir Junioren ganz am Ende des ca. 50-köpfigen Starterfelds aufgestellt wurden und nach dem Start direkt die Anfahrt in den Highspeed-Downhill folgte, setzte ich mir das Ziel auf den ersten 500 m von ganz hinten so weit wie möglich nach vorne zu fahren, auch um eventuellen Stürzen aus dem Wege zu gehen. So lauerte ich auf die Lücke und sie tat sich auf. Bereits nach 200 m lag ich an Platz 3 des Feldes und wir schossen mit fast 70 km/h durch die Geschwindigkeitsmessung. Jetzt kam Teil 2 meiner Taktik. Am "Wurzelsepp", einem ca. 500 m langen mit Querwurzeln durchzogenen Steilanstieg, setzte ich mich an die Spitze des Feldes und gab Gas. Nur ein Elitefahrer, Max Friedrich, konnte zu diesem Zeitpunkt folgen. Die erste Runde fuhren wir gemeinsam, auch wenn mir schon zu diesem Zeitpunkt klar war, dass ich dieses Mördertempo nicht 5 Runden durchhalten kann. Trainingstechnisch schien es mir aber sinnvoll, auch mal übers Limit zu gehen, auch wenn ich in der zweiten Runde dann abreißen lassen musste. Ich hielt mich aber weiter lange Zeit auf Platz 2 des gesamten Feldes. In den Runden 3 und 4 schlossen dann die ersten U23-Fahrer, auch bekannt als der Merida-Schulte-Express, zu mir auf. Leider hatte ich an einem meiner Pedale ein massives Problem, konnte dadurch meine Stärke im Downhill nicht mehr ausreichend nutzen und verlor auch hier etwas den Anschluss. Ich konzentrierte mich daher darauf, das Rennen gut zu Ende zu bringen und landete im Gesamteinlauf nach fünf langen Runden und fast eineinviertel Stunden Renndauer auf Platz 6. Bei den Junioren gewann ich souverän mit mehreren Minuten Vorsprung. Besonderen Dank sage ich an alle Supporter, die bis zum Schluss geblieben sind und mich so toll angefeuert haben. Mit Euch hat der "Wurzelsepp" richtig Spaß gemacht und Eure Stimmen haben mich da den Berg hochgetragen. Nach diesem tollen Erfolg ist jetzt erst einmal Abwechslung angesagt. In der nächsten Woche beginne ich ein Betriebspraktikum bei der Fa. Hirsch Rohrleitungsbau in Essen. Nebenher werde ich mich weiter auf die kommenden Aufgaben vorbereiten. Bereits am nächsten Wochenende steht schon der nächste Lauf des NRW-Cups in Wetter/Ruhr auf dem Programm. FOTOS aus Pracht (11.07.2011)
Nominiert für die EM !
Es ist geschafft; eben habe ich die Nachricht des Bundestrainers erhalten, dass ich bei der EM in Dohnany (SVK), die vom 3. - 7.8.2011 stattfindet, dabei sein. darf. Ab sofort heißt es also FULLGAZZZ im Training, um Anfang August topfit zu sein. Drückt mir die Daumen, dass alles rund läuft. (29.06.2011)
NRW-Landesverbandsmeister 2011 !
FOTO: Werner Schulte-Lünzum (DANKE !)
Heute war wieder einer dieser Tage, aus denen man mit zwiespältigen Gefühlen nach Hause fährt; einerseits glücklich und zufrieden: Als jüngerer Juniorenjahrgang souverän mit großem Vorsprung die NRW-Meisterschaft eingefahren zu haben, ist schon ein gutes Gefühl. Andererseits im Rennen um den 2. Lauf des NRW-Cups in Haltern nur der 3. Platz, da zwei holländische Weltcup-Fahrer knapp vor mir ins Ziel kamen. Auch wenn der Wettergott es heute gut mit mir meinte und uns viel Regen und damit eine matschige Strecke schickte, also genau so wie ich es mag, waren die technischen Schwierigkeiten und die Höhenmeter in Haltern nicht ganz ausreichend. Gerade in den Flachstücken pressten sich die beiden Holländer immer wieder an mich ran und fuhren dort später auch davon. Ich merkte, dass ich in den zwei Wochen Pause nach der DM doch etwas an Substanz und Spannung verloren hatte. An einem guten Tag hätte ich die Holländer vielleicht in Schach halten können, heute reichte es dazu nicht. Ansonsten war es trotz des Wetters eine gelungene Veranstaltung, die der ATV Haltern auf die Beine gestellt hatte. Für mich ist jetzt erst noch einmal eine Klausurwoche in der Schule angesagt, bevor ich langsam den Neuaufbau im Hinblick auf die zweite Saisonhälfte in Angriff nehmen werde. ->>> FOTOS aus Haltern (19.05.2011)
Deutsche Meisterschaft / ein Alb(p)-traum !
Normalerweiser schreibe ich ja immer selbst; hier aber mal der Presseartikel zur DM; er gibt treffend wieder, was passiert ist. Nur so viel vorweg: Die DM und ich, wir sind unverändert keine Freunde. vor 2009Schaltwerksbruch, 2010 im Sprint knapp Platz 3 verpaßt und 2011 ? Lest selbst:
Tief enttäuscht war Ben Zwiehoff (17) vom SV Steele 1911 (Team Bergamont) nach dem Junioren-Rennen um die Deutsche Meisterschaft, das im schwäbischen Albstadt ausgetragen wurde. Auf der fahrtechnisch und konditionell hoch anspruchsvollen Strecke durch das „Bullentäle“, zeigte sich Zwiehoff für das in 5 Runden ausgetragene Rennen zwar auf den Punkt topfit, ein schwerer Sturz warf ihn in der vorletzten Runde, in der er aussichtsreich auf Platz 2 lag, aber weit zurück, so dass es am Ende nur zu Platz 7 reichte.
Zwei Startloops hatten die Fahrer zunächst vor den zahlreich erschienen Zuschauern zu fahren; hier hielt sich Zwiehoff taktisch klug zurück, um im folgenden Steilanstieg, der auf über 1 km Länge in der Spitze mehr als 30% Steigung aufwies, die Tempoverschärfung des späteren Deutschen Meisters, Christian Pfäffle, mitzugehen. „Ich merkte schon kurz nach dem Start, dass ich gute Beine hatte, warum sollte ich es da nicht probieren ? Das Tempo schien mir nicht zu hoch und ich wunderte mich sogar, dass uns zunächst niemand folgte.“ sagte der Schüler des Burggymnasiums nach dem Rennen zur Startphase, die im MTB-Sport oft schon rennentscheidend sein kann.
In der dritten Runde reduzierte Zwiehoff dann bewußt das Tempo, um den drittplatzierten Fahrer herankommen zu lassen. „Wenn Du hier überzockst, gehst Du am Ende ein“, erläuterte er seine taktische Fahrweise. So ging er gemeinsam mit Severin Lehmann, ebenfalls vom Team Bergamont, in die vorletzte Runde, die beiden Fahrern zum Verhängnis werden sollte. Im Steilanstieg zog Zwiehoff zunächst vorbei, um als erster in den Downhill fahren zu können. Dort ereilte ihn dann das Schicksal. An der steilsten Stelle überfuhr er einen großen Stein. Ein Schlag auf das Hinterrad, der ihn kurz den Kontakt zu seinem Pedal verlieren liess, hatte fatale Folgen. „In der folgenden Kurve fehlte mir 1 Meter, um noch ordentlich anbremsen zu können. Ich knallte voll in einen Strohballen und stürzte kopfüber ca. 10 Meter den Hang hinunter. Bis ich wieder zu meinem Bike hochgeklettert war, verlor ich mehr als 30 Sekunden,“ schildert Zwiehoff den Unfall. In dieser Zeit wurde er von drei Fahrern überholt; drei weitere Fahrer schlossen durch das Pech auf. Trotz großer Schmerzen ging Zwiehoff in die letzte Runde, in der sogar einen Platz wieder gut machen konnte. Auch Lehmann stürzte in der folgenden Abfahrt und mußte das Rennen verletzt aufgeben. Für Zwiehoff ging es in einem packenden Finish um die Plätze 5-8. Schließlich wurde er sichtlich gezeichnet Siebter. „Hätte mir jemand vor dem Rennen gesagt, dass ich hier Siebter werde, hätte ich das sofort unterschrieben. Nach dem Rennverlauf aber bin ich schon enttäuscht. Zum Glück gehöre ich dem jüngeren Juniorenjahrgang an, so dass es für mich im nächsten Jahr noch einmal die Chance gibt, bei der Deutschen Meisterschaft zu glänzen. Hoffentlich habe ich dann mehr Glück.“ ->>>>>>FOTOS aus Albstadt ->>>
Welt-Cup in Offenburg / Ein Traum !
Der Traum eines jeden deutschen Mountainbikers im CC-Rennzirkus liegt in Offenburg. Die Weltcup-Strecke wird seit Jahren perfektioniert und gehört zum schwersten was es auf der Welt an MTB-Strecken gibt. Hier als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft dabei sein zu dürfen, angefeuert von tausenden Zuschauern machte mir schon beim drüber Nachdenken Gänsehaut. Als ich dann nach dem Rennen in Saalhausen erfuhr, dass dieser Traum wahr wird, war ich riesig gespannt, wie sich diese tolle Athmosphäre vor Ort anfühlt. Und ich kann Euch sagen, es ist der Hammer. Als wir am Freitag morgen das erste Mal auf der Strecke trainieren konnten, war ich total beeindruckt. Eine riesige Expo-Area, eine Strecke mit superschweren Anstiegen und Hammerabfahrten, Wurzelteppiche ohne Ende und mehrere Freifallstücke, genauso hatte ich es mir vorgestellt. Am Renntag wurde alles noch mal übertroffen. Vor dem Teamzelt schon beim Warmfahren auf der Rolle jede Menge Zuschauer, die uns in unseren weißen Nationaltrikots zusahen und ständig machte es klick, klick, weil irgendein Pressefotograf wieder Fotos schoss. Schon fast Starfeeling, was da aufkam. Leider ist das Reglement im Junioren-Weltcup so, dass die Heim-Mannschaft zwar die meisten Fahrer stellen darf, diese aber das Starterfeld hinten auffüllen. Und so fuhren wir also mit 7 von 12 Fahrern in die letzte Startreihe hinter den anderen 120 Startern. Damit war die Taktik für mich auch klar. In der Startloop so viele Plätze wie möglich gut machen und dann in den schweren Abfahrten kein Risiko. Doch wie macht man in einer Startrunde von nur 3 Minuten Länge am besten Plätze gut ? Nun, man muss jede Lücke nutzen, die sich auftut. Und so sprang ich gefühlte tausend Mal von Hinterrad zu Hinterrad, hatte irgendwann keinerlei Überblick mehr wo ich lag und...
...musste vom Rad. Vor mir hatten sich einige Fahrer verhakt, kamen nicht mehr voran und blockierten alles. So schoben wir den zweiten Anstieg im Startloop hoch. Anschließend ging das Überholfestival weiter; immerhin an Platz 58. kam ich aus der ersten Runde, also schon über 60 Plätze gut gemacht. Nun donnerte ich weiter die Anstiege rauf und holte weiter Platz um Platz. Dann kam das erste Mal die Anfahrt zum Wolfsdrop, einem 15 Meter langen Steilstück, das den Fahrern fast freien Fall beschert. Hinter einigen langsamen Fahrern musste ich ruhig bleiben, nur nicht stürzen. Anschließend gleich Vollgas, wieder 5 Plätze gut gemacht. Anfahrt zum Snake Pit, einem Wurzelteppich, in dem es nur eine schnelle Linie gibt. Hier braucht man Vertrauen in die Fahrtechnik und seine Reifen. Meine Schwalbe Rocket Rons mit tubeless-Milch funktionierten perfekt. Ich konnte hier immer die schnelle Linie fahren und erneut Plätze gut machen. Mittlerweile lag ich nach der 2. Runde bereits auf Platz 47 und war drittbester deutscher Fahrer. An Start und Ziel vorbei, angetrieben von den Zuschauern ging ich in die dritte Runde. In der Feedzone noch schnell eine neue Flasche und dann weiter Attacke. Im Anstieg 6 Fahrer überholt, Downhill sauber gefahren und kurz vor dem Ziel noch einmal 4 Fahrer kassiert. Auf Platz 37 ging ich in die letzte Runde. So langsam merkte ich, dass die Kräfte fast aufgebraucht waren, dennoch hämmerte ich erneut den Berg rauf; vor mir tauchte ein deutsches Trikot auf; das war die Chance sogar zweitbester Deutscher zu werden. Ich fuhr auf Louis auf und gemeinsam kämpften wir mit 2 Italienern. Das Tempo war mörderisch, alle wollten noch in die Top-30. Im Snake-Pit dann die Entscheidung, der Italiener fuhr die falsche Linie, stürzte und warf uns sein Rad genau in den Weg. Louis kam etwas besser vorbei, ich hinterher, als ich merkte, dass sich im rechten Bein etwas regte. Ein Krampfansatz zwang mich kurz rauszunehmen, bevor es Richtung Ziel ging. Knapp hinter Louis kam ich auf Platz 36 ins Ziel, wo hunderte Zuschauer uns Fahrer bejubelten. Komplett leer, aber glücklich und sicherlich der Fahrer im Feld , der am meisten überholt hat, bin ich um eine tolle Erfahrung reicher. Nächste Woche geht´s nach Albstadt zur Deutschen Meisterschaft. Vielleicht gibt´s dort das nächste Highlight, wobei Offenburg kaum zu toppen sein dürfte. FOTOS ->>>HIER (29.05.2011)
Sieg beim 1. SKS-NRW-Cup in Oelde !
Nach dem Rennen in Saalhausen und dem nur 15. Platz war ich schon etwas unsicher; natürlich die technischen Probleme hatte etwas gekostet, aber wieviel ? Zum Glück hatte ich heute Gelegenheit, beim 1. Lauf zum NRW-Cup gegen den 4. aus Saalhausen, Malte Finke, vom Team Berg zu fahren. Mit ihm gemeinsam werde ich am nächsten Wochenende auch die Farben NRW´s und Deutschlands beim Weltcup in Offenburg vertreten. Doch heute mussten wir erst einmal gegeneinander ran. Kurz nach dem Start war schon klar, dass uns beiden niemand aus dem Juniorenfahrerfeld folgen kann. Stattdessen fuhren wir bereits nach der ersten Runde auf die ersten Fahrer des U23- und wenig später auch auf das Elitefeld auf. Wir hielten das Tempo hoch, wechselten uns ab, wobei ich schon in den ersten Runden merkte, dass ich an den kurzen Anstiegen und Abfahrten heute etwas besser unterwegs war als Malte. So zog ich an diesen Stellen das Tempo immer wieder an und konnte so immer wieder kleine Lücken reissen. In der 5. von 8 zu fahrenden Runden war ich dann erstmals erkennbar "weg". Ich hielt das Tempo hoch und vergrößerte meinen Vorsprung bis ins Ziel weiter. Heilfroh, dass ich den Misserfolg von Saalhausen jetzt richtig einordnen kann, fahre ich nun voll motiviert zum Weltcup nach Offenburg. In erster Linie geht es dort darum, die tolle Strecke zu genießen, denn mein Startplatz dürfte wohl sehr weit hinten sein, so dass ich zunächst einmal zu kämpfen haben werde, nicht in den Stau zu geraten. Drückt mir die Daumen, dass das klappt. FOTOS aus Oelde gibt´s hier: ->>> Fotos
Bundesliga in Saalhausen
Eigentlich sollte mir Saalhausen im Sauerland ja liegen. Ich kenne die Strecke seit Jahren aus dem NRW-Cup, wir werden jedes Mal von vielen Freunden begrüßt und sogar einen reservierten Stellplatz (großer Dank an Thorsten, Dieter und Gregor !!!!) haben wir dort. Aber irgendwie bekomme ich es nicht richtig auf die Piste... Die beiden Steilanstiege dort sind echt heftig und ich entschied mich, am Abend vor dem Renntag doch noch vorsichtshalber die leichtere Übersetzung zu fahren, damit ich möglichst wenig laufen muss. In Erwartung des angesagten Regens habe ich dann auch schon mal ein Ersatzlaufrad mit Schlammreifen vorbereitet. Pünktlich eine Stunde vor dem Start kam der Regen dann auch. Ich entschied mich zu pokern, zog den Schlammreifen auf und pünktlich zum Start...
...hörte der Regen wieder auf. Dumm gelaufen, zumal die Strecke auch ruck zuck wieder trocken war. Am Berg in der ersten Runde musste ich dank eines Fahrfehlers eines vor mir fahrenden Fahrers auch noch vom Rad, genauso erging es mir in Runde 2 und 3. Da nützen die leichte Übersetzung und der Reifen mit brutalem Grip dann auch nichts. In der Ebene konnte ich dazu merken, wie sich der Reifen auf dem Boden festbiss und mir die Kraft aus den Beinen zog. Zu allem Überfluss rutschte dann auch noch meine Sattelstütze in den Rahmen, was mir insgesamt zwei "Boxenstopps" zur Korrektur der Sitzposition einbrachte. Mehr schlecht als recht kämpfte ich mich schließlich als 15. ins Ziel und sicherte mir wenigstens noch die Qualifikation für den Weltcup in Offenburg. Es kann nur besser werden... Vielleicht schon im NRW-Cup in Oelde am 22.05.2011, den ich zur Vorbereitung auf die beiden Hauptwettkämpfe (WC Offenburg 28.05. und Deutsche Meisterschaft Albstadt 5.6.2011) nutze. Bis dahin ist hoffentlich auch die Sattelstütze fix, damit ich die Kraft auch wieder aufs Pedal bringen kann. (18.05.2011).
Zweimal Zeitfahren, zweimal 1. !
Bei unseren diesjährigen Vereinsmeisterschaften im Einzelzeitfahren wollte ich diesmal unbedingt die Gesamtwertung gewinnen. Die Strecke, die zunächst 7,1 km bergauf mit durchschnittlich ca. 3 % Steigung führt, um uns dann auf demselben Weg wieder zurückzubringen, ist echt heftig. Stark windanfällig und mit einzelnen giftigen Anstiegen, zieht es einem berghoch schon die Schuhe aus. Bergab habe ich dann als Juniorenfahrer das Handicap der Übersetzungsbeschränkung. So war es denn auch nicht verwunderlich, dass mein Dad (zwar sichtlich untrainiert, dafür mit eisernem Willen) meine Zeit bergab fast getoppt hätte. Immerhin war er Zweiter gesamt bergab, dank seines Gewichtsvorteils ;-)
Bergauf war ich dann aber ungefährdet, fuhr eine Topzeit und wurde so auch Gesamtsieger aller Klassen. Den Abstand zu meinem Erzeuger verschweige ich an dieser Stelle aus Gründen der Höflichkeit. Nur so viel: Ich hatte bereits den halben Weg zum Ziel geschafft, als er wendete...
Bei der Bezirksmeisterschaft Bergzeitfahren, die traditionell in Essen-Kettwig auf einer 2,1 km langen Strecke ausgefahren wurde, reichte es noch nicht ganz zum Gesamtsieg. Jens Volkmann, mehrfacher Senioren-Weltmeister im Zeitfahren, war auch in diesem Jahr noch nicht zu schlagen. Mit zweitbester Gesamtzeit gewann ich aber die Juniorenwertung souverän. (07.05.2011)
1. Lauf Junioren-Bundesliga Platz 11 !
Top-Start in die Bundesliga; bester Deutscher im Jahrgang !
Münsingen auf der Schwäbischen Alb ist eigentlich bei seinem Frühjahrsklassiker dafür bekannt, dass es Regen und Matsch gibt. Nicht so in diesem Jahr; nach einer eiskalten Nacht kam pünktlich zum Start der Junioren die Sonne raus und wärmte unseren noch müden Glieder. Die Strecke war trocken und richtig schnell. 9.00 Uhr Start ist eigentlich eine Strafe; Das heißt 5.30 Uhr Aufstehen, 6.00 Uhr Frühstück, anschließend noch mal kurz Hinlegen. 8.00 Uhr Warmfahren auf der Rolle, 8.40 Vorstart; 8.40 Uhr Vorstart ? Ja tatsächlich, fast hundert Starter hatten gemeldet, also dauert die Startaufstellung etwas länger. Ich stand aufgrund meines guten Vorjahresergebnisses in der zweiten Startreihe und so wartete ich in der Büffelherde der Juniorenfahrer darauf, dass ein Cowboy das Gatter öffnet. Punkt 9 Uhr war es dann soweit. Das riesige Fahrerfeld stürmte den Steilhang, ich erwischte einen guten Start und konnte in der ersten Runde ohne größere Behinderung fahren. An der Spitze ging gleich die Post ab: 3 Belgier fuhren ein Mördertempo und sprengten sofort alles. Ich hielt mich taktisch zunächst in der zweiten Gruppe und nutzte jeden sich bietenden Windschatten. 5 harte Runden galt es in Münsingen zu fahren, wer da am Anfang überzockt, hat es am Ende schwer. In der zweiten Runde merkte ich wie die Jungs, mit denen ich um Platz 15 fuhr, langsamer wurden. Offenbar hatte sie Sorge, dass es hinterher nicht reicht. Da ich mich super gut fühlte, nutzte ich die Chance; ich drehte mächtig auf, fuhr eine Top-Rundenzeit und konnte so einige Plätze gut machen. Gemeinsam mit zwei Schweizern kämpften wir nun um die Positionen 9-12. Dieser Kampf zog sich über die weiteren Runden hin; harte Positionskämpfe im Bikeodrom und am Steilhang entbrannten und erst in der letzten Runde hatten wir es dann ausgefochten; die Schweizer lagen noch knapp vor mir, ehe ich als 11. der Gesamtwertung ins Ziel kam; dabei war ich gleichzeitig bester Deutscher im Jahrgang und fünftbester Deutscher overall. Mit diesem Ergebnis liege ich in der Qualifikation für den Worldcup in Offenburg gut im Rennen. Weiter geht´s jetzt am 14./15.5. bei meinem "Heimrennen" in Saalhausen, drückt mir die Daumen, dass ich dort wieder so gut unterwegs sein kann. FOTOS MÜNSINGEN (17.04.2011)
Erneuter Sieg beim Poisonbike-Cup !
Eigentlich sollte das Rennen im Finallauf zum Poisonbike-Cup 2011, das heute in Boos (Eifel) stattfand, nur der würdige Abschluss einer harten Trainingswoche werden. Doch es entwickelte sich dann zu einem spannenden Kampf zwischen mir und meinem Bike... Der Reihe nach: Mein neues Bergamont Platoon Team habe ich im Laufe der letzten Woche aufgebaut und gestern in einer harten MTB-Trainingseinheit 4 h gequält., super Funktion, super leicht und richtig Vortrieb bergauf. Bergab durch den breiten Lenker volle Kontrolle und absoluter Highspeed auch in technisch schwierigen Passagen. Alles perfekt ! Alles perfekt ? Nicht ganz... Im Anschluss an die gestrige Trainingseinheit fehlte mir die Zeit alle Schraubverbindungen noch einmal zu checken. Offenbar hatten sich aber einige Schrauben noch einmal "gesetzt" und so merkte ich nach dem Start, den ich diesmal von ganz hinten angehen musste, dass der Lenker sich bei starkem Zug leicht nach vorne und hinten drehte; kein gutes Gefühl für die Downhills. So ging die Post in der ersten Runde dann auch erstmal ohne mich ab, da ich zunächst erst einmal sehen mußte, wie sich das im Downhill noch beherrschen ließ. Es ging aber besser als gedacht und so drehte ich nach einer halben Runde im Anstieg zu Start und Ziel das erste Mal richtig auf und war auf einmal alleine unterwegs. Niemand aus dem Fahrerfeld konnte meinem Antritt folgen; leider hatte aber durch den Druck, den ich machte, auch der Sattel bzw. seine Stütze etwas nachgegeben und war in den Rahmen gerutscht. Die Sitzpositoin war dadurch zwar nicht ganz optimal, aber auch das hielt mich nicht mehr auf. In den nächsten Runden vergrößerte sich meine Vorsprung weiter, obwohl ich mehr damit beschäftigt war, den Lenker und die Bremshebel im Griff zu halten, als an das Rennen zu denken. So war ich froh, unangefochten als Sieger durchs Ziel fahren zu können. Zuhause angekommen, habe ich dann erst einmal den Drehmomentschlüssel geschwungen und alle Schrauben noch mal nachgezogen. Das passiert mir nicht noch einmal... (03.03.2011) Fotos->hier
Racer-Bikes-Cup in Liechtenstein !
Endlich war es soweit. Das erste echte internationale Kräftemessen stand am Wochenende in Liechtenstein beim ersten Lauf zum Racer-Bikes-Cup an. Sämtliche Schweizer Spitzenfahrer und viele internationale Cracks aus den Nachbarländern waren am Start. Meine Startposition im hinteren Mittelfeld war nicht gerade günstig, daher wollte ich versuchen am Anfang möglichst weit nach vorne zu fahren, bevor es nach ca. 1 km bergauf in die erste Engstelle ging. Dies gelang mir auch vorzüglich und so fand ich mich nach einer halben von sechs zu fahrenden Runden in der Spitzengruppe auf Platz 8 liegend wieder. "Wow", dachte ich, "das ging ja gut..." Allerdings machte ich ich mir schon Gedanken, ob ich dieses Höllentempo, das an der Spitze vorgelegt wurde, wirklich langfristig würde halten können. Das Rennen sollte ja schließlich 1:15 h dauern, eine verdammt lange Zeit. Ich entschloss mich, zunächst etwas kürzer zu machen und passierte die erste Zieldurchfahrt auf Platz 10. Wieder ging es in den langen Anstieg. Meine Unsicherheit nahm noch weiter zu. Noch 4-mal in diesem Tempo den Berg hoch ? Ich ging auf Nummer sicher und ließ es die nächsten beiden Runden weiter langsamer angehen. Bei der Leistungsdichte im Fahrerfeld bedeutete dies allerdings sofort den Verlust von 9 weiteren Plätzen, doch die Gruppe, die um die Plätze 13 - 20 kämpfte, konnte ich gut halten. In der vorletzten Runde kam dann die Attacke, die die Gruppe sprengte. Malte Finke, wie ich aus NRW, zog an, die Gruppe flog auseinander. Ich wollte noch nicht alles reinlegen, um für die letzte Runde Reserven zu haben. Mit 10 Sekunden Rückstand auf Platz 15 fuhr ich in die letzte Runde. Es zeigte sich, dass meine Renneinteilung gut war; bis zum Beginn der Schlussabfahrt hatte ich den Rückstand komplett aufgeholt und so hämmerten Malte und ich Rad an Rad mit Tempo 55 Richtung Ziel. Ein heißer Kampf, in dem Malte den Zielsprint gewann. So landete ich auf Platz 16. In meinem Jahrgang war ich damit bester Deutscher und insgesamt auf Platz 5, was mich zuversichtlich für die nächsten Rennen stimmt. Ich bin ja erst vor einer Woche aus dem 3-wöchigen Trainingslager auf Mallorca zurückgekommen, so dass mir sicherlich die Spritzigkeit noch etwas fehlte. Für Malte freut es mich, dass er im ersten Saisonrennen bereits die Quali für den Landeskader eingefahren hat. Ich freue mich schon auf unsere hoffentlich ebenso spannenden Duelle im NRW-Cup. (28.03.2011)
Der nächste Sieg beim Poison-Cup in Adenau !
Eine knappe Woche ist es noch bis ich für drei Wochen auf die -hoffentlich sonnige- Lieblingsinsel der Deutschen nach Mallorca ins Trainingslager fliege. Um die Heimat und die Kälte nicht zu vergessen und auch um wieder etwas Abwechslung ins Training zu bringen, bin ich heute beim 2. Rennen des Poison-Cups in Adenau gestartet. Die Strecke in Adenau ist sehr kraftraubend, da es über mehr als einen Kilometer steil bergauf geht, ehe sich im Wald ein tiefer matschiger Boden den Tretkräften entgegenstemmt bevor auf einer langezogenen Asphaltgeraden mit viel Gegenwind zu kämpfen ist. Aus der zweiten Startreihe ging es direkt in den Steilanstieg und da ich mich gut fühlte, ließ ich sofort die Beine fliegen. Ich wollte nicht taktieren, sondern im Hinblick auf die kommenden Aufgaben in diesem Jahr ausprobieren, wie lange ich Vollgas durchhalten kann. So viel vorab: Es geht schon ganz gut, aber es ist auch noch Potential nach oben... So knallte ich also den Startanstieg hoch und hatte nach der ersten Runde bereits 20 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Fahrer. In den folgenden Runden zog ich immer weiter durch, der Vorsprung vergrößerte sich Runde um Runde und am Ende stand ein souveräner Sieg in der Juniorenklasse mit der Erkenntnis, dass die letzten beiden der insgesamt 5 Runden doch noch ganz schön hart waren. Aber das darf ja ruhig so sein, schließlich geht es jetzt erst in das erste richtige Trainingslager in dieser Saison, wo vor allem an der Grundlagenausdauer noch mal gearbeitet werden soll. Drückt mir die Daumen, dass ich schönes Wetter habe, ich werde versuchen, Euch von Zeit zu Zeit einige Zeilen und Bilder von Mallorca zu senden. Bis Ende März, wir sehen uns... (20.02.2011) --> Fotos aus Adenau
Alle Jahre wieder..., die dritte und der erste Platz !
Auch der dritte Sonntag des Jahres fand wieder in Bocholt statt. Der Finallauf zur Winter-Rennserie des RC 77 Bocholt wird gleichzeitig auch als erster Lauf zur Bezirksmeisterschaft gewertet. Dementsprechend war das Teilnehmerfeld noch einmal größer. Die Strecke war wie am letzten Sonntag top in Schuss, die Helfer des RC 77 haben wieder ganze Arbeit geleistet; mein Dank dafür, dass Ihr uns Fahrern jedes Jahr eine so tolle Trainingsmöglichkeit gebt ! Für´s Finale hatte ich mir viel vorgenommen: klar nach 2 souveränen Siegen in der Juniorenklasse wollte ich auch den dritten Lauf gewinnen. Dies gelang mir diesmal erneut, auch wenn die Beine an diesem Tag nicht wirklich rund liefen. Neben den beiden Sebastians (Sczrauzner und Mordmüller) sowie dem zweitplatzierten Elitefahrer Matthias Frohn war diesmal auch der U23-Nationalfahrer Markus Schulte-Lünzum nach Bocholt gekommen. Die Vier jagten am Start los, als gelte es das Rennen nach einer Runde schon im Sprint zu gewinnen. Eine kleine Unaufmerksamkeit in der zweiten Kurve, ich verlor den Kontakt zur Gruppe und ab da war das Rennen eigentlich durch; das kleine Loch von 10 Metern konnte ich logischerweise nicht mehr zufahren und so konzentrierte ich mich darauf, mein Tempo zu halten und nicht mehr zu überdrehen. Wie gesagt, die Beine liefen ohnehin nicht so wie an den beiden Wochenenden vorher. Am Ende reichte es erneute zu einem Sieg mit großem Vorsprung in der Juniorenklasse, dreimal Eins heißt logischerweise auch, Erster Gesamt. Insgesamt war ich mit den Rennen sehr zufrieden, meine Fitness ist für diesen frühen Saisonzeitpunkt schon ordentlich und bei den ersten Rennen in der Juniorenklasse gleich ganz oben auf dem Podium, was will man mehr? Ich werde mich nun wieder etwas auf die Schule konzentrieren, bevor es dann Ende Februar für 3 Wochen zum Grundlagentraining nach Mallorca geht. Da wird die Form dann hoffentlich weiter ausgebaut, damit ich beim Saisonauftakt, dem ersten Lauf zum Racers Bike Cup in Liechtenstein am 27.3.2011, gut dabei bin. (17.1.2011) FOTOS: -> HIER
v.l.n.r. Florian Kortüm (Team Bergamont), Ben Zwiehoff (Team Bergamont), Mike Hörning (RC 77 Bocholt)
Alle Jahre wieder..., die zweite...
Sonntags im Januar, 5 Grad, Sonne und eine Strecke in Bocholt, die wirklich überrascht hat. Alle Fahrer, die zum zweiten Lauf der Winter-Rennserie gekommen waren, hatten nach dem Tauwetter und Regen mit einer tiefen und matschigen Strecke gerechnet. Tatsächlich war es zwar feucht, aber fest, also beste Voraussetzungen für ein wirklich schnelles Rennen. Dieses wurde es dann auch. Nachdem in der letzten Woche viele Fahrer noch im Urlaub weilten, war diesmal ein deutlich größeres Fahrerfeld zu sehen. Den Start erwischte ich perfekt, direkt am Hinterrad des späteren Siegers, Sebastian Sczrauzner, konnte ich dem Gewühl im Feld entgehen. Während Sebastian sich vorne mit einem Fahrer vom C3-Team battelte, hatte ich ebenfalls einen prominenten Kontrahenten. Sebastian Mordmüller vom Racingteam Bad Salzdetfurth, einer der Top-Elitefahrer im NRW-Cup des letzten Jahres, war auch nach Bocholt gekommen. Mit ihm harmonierte ich 9 von 13 Runden nahezu perfekt, so dass es uns gelang, einen großen Vorsprung auf Platz 5 herauszufahren. In den letzten Runden musste ich etwas kürzer machen, offenbar steckte mir der BDR-Lehrgang am Feldberg in der letzten Woche doch noch etwas in den Knochen. Am Ende wurde ich erneut 4. im Gesamteinlauf und damit auch wieder Erster in der Juniorenklasse. Ich freue mich jetzt auf das Finale in der nächsten Woche, das gleichzeitig auch der erste Lauf zur Bezirksmeisterschaft MTB ist. FOTOS -> HIER (9.1.2011)
Alle Jahre wieder...
... startet die Saison in Bocholt bei der traditionellen Winter-Rennserie des RC77 Bocholt. Erstmals durfte ich als Juniorenfahrer im Hauptrennen an den Start gehen und es war schon ein komisches Gefühl zwischen all den Elite- und Seniorenfahrern in der ersten Reihe zu stehen. Nach dem Start ging ich sofort mit dem späteren Sieger Sebastian Szcrauzner mit. Dass er als erfahrener MTB-Worldcup-Elitefahrer zu schnell für mich ist, war klar, doch so kam ich wenigstens aus dem Gewusel im großen Feld heraus. Schnell zog sich das Feld auseinander; vor mir lag neben Sebastian noch ein Elite-Straßenfahrer aus Bonn und mit mir fuhr ein weiterer Straßenfahrer vom C3-Team. Mit ihm kämpfte ich bis zum Schluss hart um den dritten Platz, schließlich musste ich ihn aber ziehen lassen und kam wenige Sekunden hinter ihm als Vierter gesamt und souveränder Sieger in der Juniorenklasse ins Ziel. Mit diesem Ergebnis bin sehr zufrieden und fahre nun hochmotiviert zum ersten Athletik-Lehrgang des BDR-Nationalkaders 2011 auf´s Herzogenhorn im Schwarzwald. Pünktlich zum zweiten Rennen in Bocholt bin ich dann wieder da, wir sehen uns... (2.1.2011). Bilder aus Bocholt hier: Fotos Bocholt
Saisonplanung 2011
Hallo zusammen, nachdem ich die Weihnachtstage gut verbracht habe, war es Zeit, hier ein wenig aufzuräumen. Ich habe den Großteil der Artikel aus dem Jahr 2010, das vor allem in internationaler Hinsicht super gelaufen ist, ins Archiv verschoben. Außerdem habe ich die Termine, die schon feststehen, in meine Saisonplanung 2011, eingestellt. Schwerpunkt der Planung zu diesem Zeitpunkt ist das erste Halbjahr mit dem Höhepunkt der Deutschen Meisterschaft in Albstadt, die vom 3. - 5. Juni 2011 stattfindet. Ich hoffe, dass ich mich in den Rennen dann auch für weitere internationale Einsätze qualifizieren kann. Bis dahin ist aber noch viel zu tun, ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2011 ! (29.12.2010)
3. Platz im ersten Juniorenrennen (LVM Cross 2011) !
Schmierseife, anders war die Piste in Rheine, auf der die Landesverbandsmeisterschaft im Cyclocross, also Querfeldeinfahren, ausgetragen wurde, nicht zu beschreiben. Tagelange Schneefälle und der morgens einsetzende Regen zeigten uns schon beim Abfahren der Strecke, welche Rutschpartie da auf uns zukommen würde. Für mich hieß es im ersten Juniorenrennen erst einmal ruhig bleiben und abwarten. Ich fuhr das Rennen voll aus dem Training heraus und wollte mich keinesfalls durch einen zu hohes Anfangstempo "abschiessen". Außerdem mußte ich, da es um die LVM 2011 ging, schon in der Juniorenklasse starten, obwohl ich ja bis Ende des Jahres noch Jugendfahrer bin. Ich ließ es daher ruhig angehen und sortierte mich in einer Gruppe ein, die um Platz 3 - 8 kämpfte; vorne waren zwei Fahrer aus Herford frühzeitig rausgefahren und machten den Sieg unter sich aus. Bis zur 3. von 7 Runden schaute ich mir die Fahrer in der Gruppe genau an, bevor ich dann einmal testen wollte, was so geht. Ein kurzer Antritt nach einem künstlichen Hindernis im Wald und plötzlich war nur noch ein Fahrer dabei. Wir fuhren so zwei Runden, bevor mein Konkurrent langsamer wurde. Ich nutzte seine Schwächephase, ging vorbei und konnte so den 3.Platz erobern. In den letzten beiden Runden galt es jetzt keinen Fehler mehr zu machen; ich fuhr also weiter hochkonzentriert und kam bei meinem ersten Juniorenrennen sofort aufs Podium. Nicht schlecht, wie ich finde. Jetzt heißt es aber weiter trainieren, mein Ziel ist ja nicht die Cross-Saison (ist mir auch ehrlich gesagt auf Dauer zu kalt) sondern die großen MTB-Rennen im nächsten Jahr. (06.12.2010)
(Danke an Werner Schulte-Lünzum für die Fotos !)
Ben bleibt bei Bergamont !
Die Firma Bergamont, die mich schon seit 2002 mit Top-Material unterstützt, wird auch im nächsten Jahr mein Sponsoringpartner sein. Ich freue mich, dass wir die hervorragende Partnerschaft auch in der nächsten Saison fortsetzen und werde alles daran setzen, die gemeinsamen Erfolge in 2011 noch zu toppen. Weitere Einzelheiten zum Team gibt´s auch unter: www.bergamont.de !
Ausgezeichnet !
Bei der Ehrung des Radsportbezirks rechter Niederrhein am vergangenen Sonntag erhielt ich überraschend den großen Wanderpokal für den besten Radsportler des Jahres im Radsportbezirk. Ich habe mich natürlich riesig über diese tolle Auszeichnung gefreut und nehme sie gleichzeitig als Ansporn für das nächsten Jahr. Weitere Berichte udn Fotos auch unter www.bezirk-rechter-niederrhein.de !
Trotz Pech noch Platz 6 beim Roc d´azur !
Über 300 Fahrer waren in der U17-Klasse am Start und wir Deutschen mittendrin... Startplatz 120 war eigentlich keine besonders gute Ausgangsposition, aber mit vereinten Kräften gelang es uns 4 Deutschen bereits nach 500 Metern die Pace an der Spitze zu machen. Die Strecke war relativ einfach: Einzelzeitfahren auf der Straße nach dem Start, dann ein Hammerberg, eine Hammerabfahrt und dann wieder ein Einzelzeitfahren auf der Straße ins Ziel. Das ganze -wie der 30er Schnitt zeigt- auf einer superschnellen Strecke. Leider verloren wir einen unserer Mitstreiter, Jan Kalt, frühzeitig durch einen Defekt, der Rest Martin Frey, Lukas Baum und ich drückten aber weiter aufs Tempo und so waren ca. 2 km vor dem Ziel nur 2 Franzosen mit uns gemeinsam in einer Spitzengruppe ca. 30 Sekunden vor dem Rest des Feldes. Der Sieger würde aus dieser Gruppe kommen, das war klar. Gerade hatte ich überlegt, wie ich taktisch vorgehen wollte (meine "Sprintstärke" ist ja legendär) da knallte es und die gesamte Dichtmilch des Hinterreifens verteilte sich auf die Straße. Ein Riesenscherbe hatte den Reifen auf ca. 5 cm aufgeschlitzt, da hilft dann auch keine Dichtmilch mehr. Reifenwechsel ging nicht mehr, also auf der Felge ab ins Ziel. Logischerweise konnte ich das Tempo der Gruppe so nicht mehr voll mitgehen, trotzdem verlor ich nur rd. 40 Sekunden und kam noch auf Platz 6 ins Ziel. Geärgert habe ich mich trotzdem; ich hatte hammergute Beine und hätte zumindest gerne ins Finish um den Sieg eingegriffen. Glückwunsch an Lukas und Martin, die Platz 1 und 3 für Deutschland holten ! Was bleibt, ist eine superschöne Woche in der Sonne und die Gewissheit, dass an uns Deutschen international kaum ein Weg vorbei führt. Morgen geht´s in aller Ruhe nach Hause, wo noch zwei Wochen Herbstferien auf mich warten ! (10.10.2010)